Ruosina

Ruosina ist ein kleines und auf den ersten Blick unscheinbares Dorf, das zwischen Seravezza und Pontestazzemese in einem kleinen Tal am Flüsschen Vezza liegt. Der Ort gehört heute zu einem Teil zur Gemeinde Seravezza, zum anderen Teil zur Gemeinde Stazzema.

Erstmals erwähnt wird der Ort in einem Dokument aus dem Jahr 1091. Seit dem 16. Jahrhundert wurde Ruosina nicht zuletzt aufgrund der guten Wasserversorgung zu einem bedeutenden Zentrum der Eisenverarbeitung. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte Ruosina seine Blütezeit. Die Wirtschaft florierte, es gab ein Postamt, einen Notar, einen Arzt und eine Apotheke und auch der Verwaltungssitz war hier.

Im 19. Jahrhundert wurde die Eisenverarbeitung zunehmend durch die Marmorindustrie abgelöst. Bedeutsam hierfür war nicht zuletzt die Straße nach Arni, die 1879 eröffnet wurde. Allerdings erreichte Ruosina damit nicht mehr den Wohlstand von einst. Spätestens mit der Umsiedlung des Verwaltungssitzes 1883 nach Pontestazzemese war der Niedergang des Ortes dann besiegelt. Heute ist bis auf die durchfahrenden Autos weitgehend Ruhe im Ort eingekehrt.

Eine kleine Kuriosität findet man an der Uferpromenade. Hier steht ein Monument, das an einen sensationellen Fischfang der Großherzogin Maria Cristina di Lorena erinnert, die hier im Jahr 1603 eine Forelle von sage und schreibe 5,5, Kilogramm aus den Fluten zog.

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