Riomagno

Riomagno ist ein kleines Dorf, das am Fluss Serra liegt und zur Gemeinde Seravezza gehört.

Der Ort ist nicht sehr alt, sondern entstand im 15. Jahrhundert. Zuvor war die Gegend Stützpunkt von Arbeitern aus den umliegenden Marmorbrüchen. Einen Aufschwung erlebte Riomagno dann zu Beginn des 16. Jahrhunderts, als Michelangelo mit seinen Steinmetzen kam, die sich dann auch hier ansiedelten.

Michelangelo ist dann auch der Bau des Verbindungsweges zu verdanken, der Riomagno mit Cappella und dann mit Azzano verbindet und der bis zum Monte Altissimo führt. Aus diesem Grund heißt der Weg heute auch „Via di Michelangelo“.

Große Bedeutung für den Ort hat auch die Familie Paoli und insbesondere Amos Paoli. 1917 in Riomagno geboren war er schon in jungen Jahren krankheitsbedingt an den Rollstuhl gefesselt. Aus diesem Grund kam er für einen Kriegseinsatz im 2. Weltkrieg auch nicht in Frage. Stattdessen schloss er sich dem Widerstand an und versorgte die Partisanen mit Waffen und Munition, die er im Rollstuhl versteckte. 1944 wurde Amos von der SS gefangen genommen und zu Tode gefoltert. Heut erinnert ein Denkmal an Amos.

Dorffest ist jedes Jahr am 24. Juni. Hier wird dann zu Ehren des Schutzpatrons San Giovanni Battista ein Freudenfeuer am Fluss veranstaltet.

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