Massaker von Sant’Anna

Im Jahr 1944 verläuft die Frontlinie 9 Monate lang direkt durch die Versilia. Die „Gotenstellung„, eine von deutschen Truppen angelegte Verteidigungslinie verläuft hier, vom Meer bis zu den Apuanischen Alpen

Es sind Monate des Schreckens. In ständigen Razzien und Ausrottungsaktionen werden ganze Dörfer vernichtet. Eines der grausamsten Verbrechen verübt die berüchtigte 16. Division der Waffen-SS in dem kleinen Örtchen Sant’Anna. Am 12. August 1944 wird das ganze Dorf zerstört und verbrannt. 560 Zivilsten, darunter viele Frauen und auch Kinder werden kaltblütig ermordet, viele mit Benzin übergossen und verbrannt.

Zum Gedenken an diesen Massenmord wurde nach dem 2. Weltkrieg unweit des Dorfes ein Mahnmal und Ossarium errichtet. Heute ist Sant’Anna regionales Zentrum der Widerstandsbewegung und Begegnungsstätte. Ein Friedenspark wurde geschaffen, um eine Kultur des Friedens zu fördern.

Juristisch blieb das Massaker von Sant’Anna ungesühnt.

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