Marmor

Die Apuanischen Alpen bei Carrara sind eines der größten Marmorvorkommen der Welt. Hier wird der berühmte Carrara-Marmor schon seit der Römerzeit abgebaut. Über Jahrhunderte bildete der Marmorabbau die wirtschaftliche Grundlage vieler Orte in der Versilia.

Im 16. Jahrhundert werden die Marmorbrüche auf dem Monte  Altissimo und bei Fantiscritti von Michelangelo genutzt, um die Fassade von San Lorenzo in Florenz zu gestalten. Seravezza wird in der Folgezeit neben Pietrasanta ein Zentrum der Weiterverarbeitung und sehr wohlhabend. Große Künstler wie z. B. Giambologna oder Vasari werden in die Gegend gelockt. Im 18. Jahrhundert folgt auf die Blütezeit eine Rezession. Doch schon Anfang des 19. Jahrhunderts floriert der Abbau und die Weiterverarbeitung erneut. Um 1850 gibt es bereits mehr als 130 Steinbrüche in der Versilia. Dank moderner Maschinen und Abbautechniken kann nun mehr Marmor als je zuvor abgebaut und verarbeitet werden, was auch sichtbare Spuren in den Marmorbergen hinterlässt. Heute ist schon von Weitem der menschliche Eingriff zu erkennen, der von manchem Berge kaum mehr als einen Stumpf hinterlassen hat.

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